Workshop Special: 

mit Judith Novela aus Mosambik

Wann: 

Dienstag: 26.05.26, 18:00 - 19:15 Uhr

Mozambican Dance Workshop


Mittwoch: 27.05.26, 19:15 - 20:30 Uhr

Afro Swing

Wo: Qbus, Lüchow

Über Judith

Judith Novela ist Tänzerin und Lehrerin bei Hodi Maputo Afro Swing. Mit einem fundierten Hintergrund in traditionellen Tänzen Mosambiks und Afro Swing war sie auf zahlreichen nationalen und internationalen Festivals zu sehen, darunter in Brasilien, Mosambik und Deutschland.
Sie arbeitete in Workshops mit renommierten Choreograf*innen wie Idio Chichava, Horácio Macuácua und Janete Mulapa sowie mit internationalen Lindy-Hop-Lehrenden. Zudem nahm sie mehrfach am Herräng Dance Camp und am Velo Swing Festival teil.
Als Tänzerin und Co-Creatorin wirkte sie an der Produktion „#VAGABUNDOS“ mit, die international tourt. Neben ihrer künstlerischen Arbeit engagiert sie sich in der Organisation von Tanzveranstaltungen und entwickelt aktuell ihr eigenes Projekt „Wansat Wa N’tamo: Strong Women“.
Judith unterrichtet regelmäßig auf Festivals in Europa und setzt sich dafür ein, junge Künstler*innen zu inspirieren und die mosambikanische Tanzkultur international sichtbar zu machen.


Wir begleiten und inspirieren uns schon lange auf dieser wundervollen "Tanzreise" und ich bin super happy, dass Judith uns hier im schönen Wendland besucht!!
Nutzt diese (vielleicht einmalige) Chance! ;) 
Alle Swingtänze haben ihre Wurzeln in afrikanischen Tänzen, und wir finden es wichtig, diese Wurzeln kennenzulernen und wertzuschätzen!


Judiths Website: https://judithnovela.my.canva.site/

Judiths Instagram: https://instagram.com/judith_novelass 

Workshops

Marrabenta - Mozambican Dance Workshop (solo)

Dienstag, 26.5.26, 18:00 - 19:15 Uhr

Marrabenta ist einer der wichtigsten musikalischen Rhythmen Mosambiks und steht im Zentrum seiner kulturellen Identität. Entstanden in den späten 1930er Jahren in urbanen Kontexten, entwickelte er sich aus der Verschmelzung traditioneller Rhythmen wie Magika, Xingombela und Zukuta unter dem Einfluss gesellschaftlicher und kultureller Veränderungen.
Als Ausdruck von Kreativität und Widerstand während der Kolonialzeit wurde Marrabenta in den 1950er Jahren populär und verkörpert bis heute die lebendige Dynamik und Vielfalt der mosambikanischen Kultur. 


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Afro Swing Workshop (solo)

Mittwoch, 27.5.26, 19:15 - 20:30 Uhr

Afro Swing ist ein Solo-Workshop, in dem wir Elemente aus afrikanischen – insbesondere mosambikanischen – Tänzen mit Solo Jazz und Swing verbinden und so die gemeinsamen Wurzeln erforschen und feiern.
Du benötigst keinerlei Vorkenntnisse! ;)
Initiiert 2012 von Hodi Maputo Afro Swing, versteht sich Afro Swing als lebendiger Forschungsprozess – offen, neugierig und in stetiger Entwicklung.
Inspiriert von Tanz- und Musiktraditionen aus Afrika sowie deren Weiterentwicklung in der afroamerikanischen Jazz- und Lindy-Hop-Kultur, verbindet Afro Swing Rhythmus, Ausdruck, Improvisation und Bodenverbundenheit. Dabei stehen besonders Einflüsse aus Mosambik im Fokus, ergänzt durch weitere afrikanische Tanzformen.
Afro Swing schlägt eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart – und lädt dazu ein, Lindy Hop aus seinen Wurzeln heraus neu zu erleben: mit Freude, Ausdruck und echter Verbundenheit.

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Kosten:
 - 1 Workshop: 25 Euro (erm. 20 Euro)
- beide Workshops: 40 Euro (erm. 35 Euro)

Alle Workshops werden auf englisch unterrichtet.
für alle Level!  keine Vorkenntnisse benötigt!


Ort:
Qbus in Lüchow

...mehr zum Afro Swing Projekt...

 Afro Swing ist die Erforschung der afrikanischen Wurzeln der Swing-Tänze und die Würdigung dieser Verbindung. Seitdem das Konzept des Afro Swing 2012 von Hodi Maputo Afro Swing ins Leben gerufen wurde, wird kontinuierlich daran geforscht und weiterentwickelt. Wir glauben, dass es genau darum bei der Forschung geht: etwas nicht als gegeben hinzunehmen, sondern stets offen für neue Ideen und Erkenntnisse zu sein. Für uns ist Afro Swing der Beginn einer Bewegung, die Swing und Lindy Hop mit ihren afrikanischen Wurzeln verbindet, und so weit sind wir in unserer Erforschung gekommen: 

Bereits in den 1950er Jahren gelangte Inspiration von Louis Armstrong und anderen Jazzmusikern in das Township Sophiatown in Johannesburg, das sogar als „Harlem Südafrikas“ bezeichnet wurde. Dies war, genau wie Harlem, der erste Ort, an dem Menschen aller Hautfarben zusammenkamen und zu der Musik von Miriam Makeba und Hugh Masakela sowie dem vom Jazz inspirierten Musikstil Kwela einen südafrikanischen Vorläufer des Afro Swing tanzten, der „Township Jive“ genannt wurde. 

Auf der anderen Seite des Atlantiks ist der Lindy Hop ein afroamerikanischer Paartanz, der aus dem gemeinschaftlichen Ausdruck in Harlem hervorgegangen ist und sich parallel zur Jazzmusik entwickelt hat. Er hat seine Wurzeln im Charleston und im frühen Jazztanz, der reich an Rhythmusvariationen, Improvisation, ausdrucksstarken Körperbewegungen und einer Energie ist, die nicht jeder von Natur aus in sich trägt. Viele dieser Elemente sind durch den Sklavenhandel aus Afrika herübergekommen und haben sich in Arbeitsliedern, Spirituals, Blues und schließlich im Swing erhalten. Auf diesem Weg wurden die afrikanischen Wurzeln jedoch durch das tägliche Leben der Afroamerikaner und andere Einflüsse wie europäische Gesellschaftstänze geprägt. Afrika ist ein Kontinent mit 54 Ländern und Tausenden verschiedener ethnischer Gruppen mit unterschiedlichen Kulturen und Traditionen. Dennoch gibt es Gemeinsamkeiten und Berührungspunkte zwischen den traditionellen afrikanischen Tänzen in West- und Südafrika, was Rhythmus, Ausdruck, Bodenverbundenheit und Bewegungsqualität betrifft; ähnliche Wurzeln, die sich auch im Authentic Jazz und im Lindy Hop wiederfinden. 

Die Afro-Swing-Initiative orientiert sich hauptsächlich an traditionellen Tänzen aus Mosambik, bezieht aber auch andere afrikanische Tänze mit ein. Wir erkennen die Bedeutung dieser historischen Abstammungslinie und möchten den Lindy Hop mit seinen afrikanischen Wurzeln verbinden. Wir möchten Tänzer aus verschiedenen Teilen Afrikas in die moderne Lindy-Hop-Welt einbringen, um der Szene zu helfen, ihren Wurzeln treu zu bleiben:
 ihrer Freude, ihrem Ausdruck und der menschlichen Verbundenheit. 


Heute unterteilen wir Afro Swing in drei Hauptsäulen:

1. Anerkennung der afrikanischen Wurzeln im Authentic Jazz und Lindy Hop (aus der mosambikanischen Perspektive):

- Percussion, Rhythmen, Polyrhythmen;
- Körperhaltung, Verbindung zur Erde, Bewegungsqualitäten, Kraft;
- Improvisation, Call and Response, emotionaler Ausdruck, spirituelle Verbindung;
- Geschichtenerzählen, Nachahmung von Charakteren, Bewegungen aus dem Alltag oder von Tieren;
- Gemeinschaft, zwischenmenschliche Verbindung, Jam-Circle, Wettbewerb.

2. Erforschung der Verbindung von Afro Swing: 

- Spiel mit ähnlichen Schritten und Rhythmen;
- Tanzen von Lindy Hop/Jazz/Tap/Blues zu afrikanischen Trommeln;
- Tanzen afrikanischer Bewegungen zu Swing-Musik;
- Mischen afrikanischer Bewegungen mit Swing und Lindy Hop im sozialen Tanz und in Choreografien;
- Einbeziehung eines „afrikanischen“ Ausdrucks in Lindy Hop und Jazz.

3. Die Bewegung Afro Swing:

- Verbreitung von Lindy Hop in Afrika;
- Einbindung von Afrikanern in die Lindy-Hop-Welt als Lehrer und Social Dancer;
- Bewusstmachung der afrikanischen Wurzeln des Lindy Hop und seiner Herausforderungen;
- Schaffung von Möglichkeiten für professionelle afrikanische Tänzer, ihre reiche Kultur und ihr Fachwissen zu teilen.
- Lindy Hop afrikanischen Jugendlichen und Kindern näherbringen, damit sie diese Tänze mit viel Energie genießen können

Geschobener Tanzkurs

Wir wollen allen Lindy Hop - Begeisterten ermöglichen, an unserem Event teilzunehmen, und zwar unabhängig davon,  wie dick der  Geldbeutel ist. Darum ging‘s ja schon in den  30er Jahren beim Lindy Hop: unabhängig von Herkunft, Hautfarbe, Beruf und sozialem Background gemeinsam das Leben zu genießen. Da sich manche dass Event vielleicht nicht leisten können, gibt es den „geschobenen Tanzkurs“, in Anlehnung an das Konzept des „geschobenen Kaffees“ / „suspended coffee“ : https://suspendedcoffee.de/ .


So funktioniert´s:

 Ihr habt ein paar Euro übrig und wollt andere Tänzer*innen unterstützen?
Cool! Dann schreibt uns einfach den Betrag, den ihr dem geschobenen Tanzkurs spenden wollt, in das dafür vorgesehene Feld in der Anmeldung. Jeder Euro zählt. Wir sammeln die einzelnen Beträge und ermöglichen damit anderen die Teilnahme.

Ihr wollt am Event teilnehmen, Eure Finanzen reichen aber nicht aus?
Dann schreibt den Betrag, den ihr als Discount braucht einfach in das dafür vorgesehene Feld in der Anmeldung. Wir kommen dann auf Euch zu und besprechen im Detail, wie wir Euch entgegenkommen können.